Schnackys Wat Nu

      Schnackys Wat Nu

      Schnackys Wat Nu ist die Mutter von Wat Nu Lady Lou alias Zwergi ;)

      Da die alte Homepage nur noch aus meinem damaligen Tagebuch besteht, wollte ich das hier rein kopieren damit die alte Page offline gehen kann.

      Dennoch vorher ein paar Infos zu Pony =)

      Pony hatte ich im Juni 2002 erstmal als Beistellpony für Cheffin geholt, an dem Abend als mein Maisy eingeschläfert wurde. Sie war ein Mix aus Haflinger, Araber, Dt. Reitpony, Welsh und was weiß ich noch alles - aber Araber-Haflinger waren recht deutlich vertreten :thumbsup:
      Geboren ist die Kleene 1998, gestorben 2010... Gekauft hatte ich sie im August 2002 - hab ich mir selbst zum B-Day geschenkt 8)

      Sie war ein super Partner :love: Für die Dressur waren wir zu schnell, aber im Springen hat sie gekämpft wie ein Tiger.
      Pony hatte schon ihren eigenen Kopf und das war och gut so *hihi* wir gerieten zwar öfters auch mal bissl arg aneinander, aber im endeffekt waren wir ein gutes Team.

      Ich hab viele Fotos von ihr, wobei es dann doch immer noch zu wenig sind... Hier mal 5 auserwählte

      1. noch blutjung mit 4 Jahren im Reiterurlaub und noch nicht in meinem Besitz
      2. irgendwann im Herbst als die Welt noch in Ordnung war
      3. sie liebte Schnee =)
      4. bereits als Mutter und mit Verbänden an den Vorderhufen
      5. typisch Pony
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      Tagebuch "halte durch"

      Hier nun mein Tagebuch von der alten Page, damit es nicht verloren geht - Vorsicht, ist recht lang ;)
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      Meinem Pony und mir, aber auch vorallem dem Fohlen, stehen schwere Zeiten bevor.
      Zwei Hufbeindurchbrüche in beiden Hinterhufen hat uns alle extrem schnell auf den Boden der Tatsachen geholt - es kann alles so schnell vorbei sein...
      Wir alle hoffen und beten das dem Fohlen die Mutter erhalten bleibt - die Kleine bekommt zum Glück am wenigsten mit von dem ganzen Desaster hier mit...
      Drückt uns die Daumen - Pony halte durch!
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      die Vorgeschichte

      September 2006 kam der verdacht einer Hufrehe auf. Da mein Pony hier auf fetten Weiden steht, war das nur noch eine Frage der Zeit bis wir die Quittung dafür erhalten.
      Bisweilen stand sie immer nur auf den Weiden hinterm Haus, die waren zwar auch gut aber da sie ziemlich klein sind konnte sich die Hufrehe hier noch nicht so bemerktbar machen nehme ich an.

      Auf der anderen Straßenseite hatten wir ebenfalls eine Weide, welche aber an einen Mann mit zwei Hengsten verpachtet war. Diese zwei (Schwarzwälder hengst 16jährig und Haflinger hengst 9jährig) bekamen sich allerdings Pfingsten richtig in die Wolle - bzw. merkte der Kleine das er den Alten nun auch mal zeigen kann was er so drauf hat und jagdte ihn insgesamt dreimal über den Zaun. Früher gabs zwar immer die üblichen Schlägerein hier, aber das is halt bei zwei Hengsten so...
      Beim erstenmal war der Große auf der Nachbarweide gelandet und graste friedlich auf nicht eingezäuntem Land. Beim zweitenmal stand er mit den Füßen zuerst im tiefen graben neben der Hautstraße (Autobahnzubringer) und wir zogen ihn mit dem Trecker wieder raus - kurz darauf dann das dritte mal... er lag auf dem Rücken im Graben!!! Wenn ich im Graben steh guckt nur der Kopf raus und ich bin 1,73m groß. Feuerwehr sperrte die Straße ab und wir wieder mitn Trecker bei und ihn rausgeholt. Wir können froh sein das er so ein ruhiges Gemüt hatte und wahrscheinlich heilfroh das ihn jemand hilft. Mit der Feuerwehr im Hintergrund führten wir ihn dann zu einer anderen Weide.
      Der Besitzer erlit einen Monat vor dem Ganzen einen Schlaganfall und die Frau hatte Angst vor den beiden - wir mussten also selbst entscheiden was wir tun.

      Die beiden wurden getrennt verkauft und wir bezogen unsere Weide. Da die beiden über Winter alles schwarz getreten haben musste sie komplett neu angelegt werden.

      Im Herbst kamen dann meine beiden Damen drauf - ein Fehler wie wir jetzt natürlich wissen...

      Eines tages kontne das Pony nicht mehr laufen, sie stand in der üblichen Hufrehestellung. Unter Schmerzmitteln brachten wir sie auf die Weide hinterm Haus auf der aktuell auch kein Gras war. Der Tierarzt veranlasste einen Rehebeschlag, der Schmied kam am nächsten Tag.
      Als der Schmied ankam und ich das Pony rausführte traf mich der Schlag: der Huf sah aus als würde er abfallen!

      Mein Schmied klärte mich dann auf: ein Hufgeschwür was oben beim Kronenrand austrat.
      Somit war die Hufrehe wieder vergessen und man atmete auf.
      Allerdings trug das Pony seitdem einen Fresskorb und kam nur noch ins alte Gras. Reheschübe gabs immer mal, aber ausser den Rillen auf den Hufen konnte man nix davon merken.

      Anfang März 2010 fing sie an zu lahmen. Der Winter war recht schneereich und ausser Heu bekamen die beiden nix zu fressen, also ging ich von einer normalen Lahmheit aus. Als diese nicht nach ein paar tagen und zwei Tuben Kühlgel aufhörte rief ich meinen Tierarzt an - ich glaub den traurigen teil der Geschichte erwähnte ich im zuchttagebuch schon mal kurz... wenige tage später erfuhr ich das mein Tierarzt sich das Leben nahm und ich musste mir spontan wen anderes suchen.

      Mit Lars bin ich auch super zufrieden. Wir versuchten es mit Schmerzmittel damit sie heile bis zur Geburt kommt. Ausser das sie extrem scheiße lief - um es mal auf einen Punkt zu bringen - schaukelte sie das Baby bis zur Geburt. Nach der Geburt erhofften wir uns as es besser wird, wurde es aber nicht...

      der Tag der alles veränderte

      Lange Rede, kurzer Sinn:

      Am 20.5. kam der Schmied. Als ich das Pony holte sagte er schon das wir hinten Eiereisen drauf machen werden zur Entlastung. Vorne waren die Hufe noch zu kurz, da konnten wir den gewünschten Beschlag von Lars noch nicht anbringen.

      Also hinten angefangen... Erst der Strahl geschnitten, dann aussen den Rand und dann der erste Schnitt auf der Sohle.

      Mein Schmied warf plötzlich alles weg, ließ das Bein schon fast fallen und sprang zurück...

      Schmied: "ach du scheiße... das tut mir leid..."

      Ich: "was hast gemacht? In Strahl geschnitten?... in den Ballen? Macht nix, kann die eh ne Zeit nicht reiten *lach*

      *stille*

      Schmied: "die muss eingeschläfert werden..."

      In dem Moment ging mein Blick nach unten und ich sah das süffende Stück Hufhorn das auf dem Boden lag in der kleinen Pfütze von Wundwasser...
      Erst als ich mir den Huf anschaute und mein Schmied drei Zigaretten auf einmal rauchte realisierte ich was da passiert is. Die Hornschicht war nicht mal nen halben cm dick... Ich guckte aufs blanke Hufbein...
      Mein Tierarzt kam nach 20 min - die sich eher wie ne std anfühlten - vorbei und guckte mich ebenfalls nur sprachlos an.

      Ich wartete darauf das jemand "APRIL APRIL" brüllte, aber ich wartete vergebens...

      Nach einigem zögern waagten wir uns an den anderen Hinterhuf... Allein das Abdrücken mit den Fingern ließ uns erstarren... Ebenfalls nen Hufbeindurchbruch... Schlimmer wie der auf der rechten Seite...

      Plan B musste her, denn Plan a - Einschläfern - konnten wir nicht machen. Sie lebt eigentlich nur noch weil sie ein Fohlen hat und sie die Hinerhufe belasten kann - ansonsten hätte sie den Nachmittag nicht erlebt...

      Plan B sah wie folgt aus:

      Eiereisen wie geplant, eine Plastiksohle zum draufschrauben aufs Eisen und viel Füllwatte.

      Ihr glaubt gar nicht wie schwer es ist in so einem Moment die richtigen Sechskantschrauben zu finden *grml* Mein Vater ist dreimal losgefahren - oder nennen wir es eher "los gerast" - um dann erst die falschen, dann zu kurze und dann am Ende zu lange Schrauben zu besorgen. zu lang konnten wir ja absägen und die zu kleinen war die Schuld meines Schmiedes *HA*

      Am Abend lief sie dann schon um einiges besser =)

      ich fragte meinen Tierarzt wie hoch die Chancen für uns stehen. 10:90 oder doch schon 20:80? Er sagte nichts... Auch die Hufrehe-Expertin mit der ich am Abend telefonierte konnte mir keine Hoffnung machen, sie wollte mir aber zwei Mittel zur entgiftung zuschicken. Sollte Samstag da sein...
      erste Kontrolle

      am 22.5. kontrollierten wir zum ersten mal die Hufe, bzw. versuchten wir es...

      Allerdings bekamen wir die Hinterhufe nicht annähernd hoch... Somit stopften wir lediglich von hinten mit einem Schraubendreher neues Verbandsmatterial in den Hohlraum rein.

      Leider hatte ich das Klebeband falsch umzugeklebt so das der alte Füllstopf zusammenschrumpfte. Am Freitag hatte ich gar keinen Nerv um was neu zu verbinden, denn ich musste Abends meinen Hund nach 15 Jahren plötzlich einschläfern lassen...

      Wenns kommt dann kommt es dicke *grml*

      Das sei aber nicht so schlimm gewesen meinte mein Tierarzt, also das ich am verband nichts gemacht habe.

      Ich filme nun täglich wie sie läuft um auch die Unterschiede erkennen zu können, denn ich weiß jetzt schon nicht mehr wie sie Gestern Abend lief =(

      Montag müssen wir sie sedieren um die Hufe ordentlich neu zu verbinden, nützt alles nix...

      Das erhoffte Paket ist leider nicht angekommen - wäre ja auch zu schön um wahr zu sein *seuftz*

      Also weiter abwarten...

      zweite Kontrolle - und letzte...

      Pfingssonntag lag Pony auf der Weide und ich stopfte wieder ordentlich Füllmaterial unter die Hinterhufe.

      Ich nutzte auch gleich die Gelegenheit und kratzte die Vorderhufe aus... Ich hätte es lassen sollen...
      Rechts bröckelte mir das Horn nur so entgegen und links war es nicht viel besser. Als ich dann auch noch auf der Sohle rumdrücken konnte und diese sich bewegte, ließ ich von allem ab und rief gleich meinen Tierarzt an.

      Am Pfingsmontag guckten wir dann nach meinem Verdachtsfall...

      Vorne rechts ist es noch schlimmer als hinten... Das Blut kam uns nur so entgegen...
      Links gings noch, da haben wir nicht so weit geschnitten das die Sohle nun offen ist, aber wir konnten einiges bewegen was wir nicht bewegen wollten...

      Da ich am Vorabend schon mit meiner Trainerin und der Vorbesitzerin telefonierte und darüber sprach, war ich ziemlich gefasst als mein Tierarzt dann mit mir Klartext redete.

      Wenn wir sie noch vier Wochen halten können ist das gut - dem Fohlen zu liebe...
      Es grenzt an ein Wunder das sie überhaupt noch steht. Ja sie konnte gestern sogar zweimal auskeilen und bockte - danach fraß sie ganz normal weiter und guckte wie immer.

      Die Vorderhufe haben nun eine Gipssohle und der Schmiedtermin am 16.6. ist abgesagt...

      Nun muss ich überlegen was ich mache.
      Ne Ammenstute könnte schwer werden, denn wenn das Fohlen schon zwei Monate alt ist kann es passieren das sie nicht mehr so einfach angenommen wird. Eine Flaschnaufzucht ist nicht nur Zeitaufwendig sondern auch nicht ohne wenn man die Grenzen nicht einhält die das Fohlen braucht und die kann man als Mensch auch nicht lange einhalten weil einem die pferdische Kraft dafür fehlt...

      Oma muss her

      Aktuell versuchen wir eine familäre Zusammenführung von Oma, Mutter und Kind - und Cheffin natürlich ^^

      Unser Hoffnung ist, dass Mumpi das Fohlen adoptieren darf und es somit einen "Ansprechpartner" hat wenn Mutti mal nicht mehr ist.

      Unsere erste Idee das Mumpi ja auch Milch bilden kann wenn das Fohlen saugt wurde recht früh zu nichte gemacht: Mumpi könnte nur sogenannte Hexenmilch bilden und die bringt uns rein gar nix...
      Aber wenn das Fohlen zur Oma kann, dann tröstet das vielleicht ein bischen über en Trennungsschmerz hinweg.

      Mumpi und Cheffin kennen sich noch von früher, sollte also kein großes Problem werden.
      Cheffin stand auf der kleinen Weide, Pony mit Fohlen auf der großen Weide nebenan - an beide Weiden grenzt der Sandplatz - auf den ließ ich Mumpi laufen.
      Die ignorierte die aufgebrachte Cheffin erstmal gekonnt und tigerte geradeaus zum Pony was schon am Tor stand. Einmal quietschen und dann ging sie schon wieder zurück zum Heu *lach* Cheffin ignorierte sie immer noch.

      Irgendwann ließ ich dann Mumpi zu CHeffin auf die Weide - die alte Miniherde stand zusammen in der Ecke und guckte was ich da so treibe.
      Oma ging auf die Weide drauf - Cheffin zickte von weitem und Oma blieb vorne stehen und graste in aller Ruhe. Also null Aufregung... Cheffin allerdings passte genau auf was sie macht und bewachte ihr Pony mit ihrem Fohlen penibelst.
      Irgendwann wollte Mumpi aber zum Pony und ich ließ sie auf die andere Weide - dort passierte rein gar nix.
      Als sie wieder ewig beim Heu stand und Cheffin sich aufregte ließ ich Cheffin zum Pony und die teibte ertmal beide über die Weide *grml*

      Nun lasse ich die alte Herde erstmal wieder zusammen, so das da Ruhe einkehren kann und Mumpi bleibt unten auf der kleinen Weide wo sie auch ordentlich Gras zu futtern hat.
      Mal sehen wann ich die vier zusammen setzen kann, aber ich glaub von Mumpi aus besteht keine Gefahr - höchstens Cheffin könnte etwas überreagieren...

      Hoffen wir das Beste...
      erste Woche vorbei...

      Die erste Woche verlief ganz okay. Keine besonderen Vorkomnisse.

      Seitdem der Gips getrocknet is, läuft sie vorne rechts schlechter, bzw. lahmt stärker auf dem Bein. Ich denke mal das ist weil der harte Gips nun auf das Hufbein drückt.

      Da sie anfängt dünner zu werden bekommt sie nun auch wieder Maisflocken gefüttert. Mal gucken ob das was bringt.

      Die Familienzusammenführung klappt mehr oder weniger, eher weniger...

      Mein Pferd lässt Mumpi nicht in die Nähe von Mutter und Kind, passt auf wie ein Lux. Was vielleicht nicht sclecht ist, so treibe ich Pferd unf Fohlen vielleicht bisschen näher zueinander.
      Einmal verpasste das Fohlen die Richtung von Mutti und ging wie gewohnt auf die obere Weide. Als die Kleine dann das brüllen anfing weil Mutti fehlte ging Mumpi zum Fohlen - aber nicht um zu trösten, Mumpi trieb das rennende Fohlen erstmal über die Weide bis Cheffin dazwischen haute.

      Ab dann waren die vier erstmal wieder getrennt damit Ruhe einkehren kann.

      Mitlerweile können alle vier auf eine Weide und Cheffin stehe auch nicht mehr reinweg dazwischen und lässt ihre Herde auch mal mit Mumpi alleine wenn es regnet und sie nicht nass werden will.

      Mittwoch wechseln wir die hinteren Verbände einmal komplett damit sich dort keine weitere Entzündung einschleichen kann.

      Meine eigene Mutter ist seit Freitag auch fußlahm... Sie hat sich den äusseren Mittelfußknochen gebrochen und fällt 8 Wochen aus... Somit muss ich durch die schwerste Zeit vom Fohlen und auch von mir alleine durch.

      Ich hoffe das dauert alles noch bis es soweit ist...

      Verbandswechsel

      Am 2.6. haben wir die Verbände gewechselt. Ulli und Jörg waren auch da gewesen zum helfen, denn Mutti liegt ja noch flach mit ihrem gebrochenen Fuß.

      Hinten sieht es sehr gut aus, es ist alles trocken =) ALs wir alle abgelenkt waren und uns den Huf anschauten, nutzte Lady die Gelegenheit und zwickte Lars in den Hintern *lach*

      Vorne wechselten wir nur den äusseren Verband, den Gipsverband ließen wir dort wo er ist. Besser ist das glaub ich och noch...

      Vor dem Verbandswechsel hatte Pony sich ne neue Lauftechnik angeeignet. Sie lief mit den Vorderhufen immer wie auf einer Linie, also setzte die Hufe voreinander ab und nicht nebeneinander. Nach dem Wechsel lief sie wieder normal.

      Das sie Gewicht verliert ist momentan auch nich so sclimm, sogar nicht schlecht. So hat sie weniger last zu tragen, aber ich soll aufpassen das sie nicht zu viel an Gewicht verliert, Kraft brauch sie schließlich noch.

      Am frühen Nachmittag war eine ehemalige Arbeitskollegin mit ihrer Tochter da zum Fohlen anschauen. Solange das Pony keine zwei Schritte auf einmal macht, kann man nur an den Verbänden sehen das etwas nicht stimmt. Nach aussen hin gibt sie sich wie immer.

      Dadurch das Hinten der Heilungsprozess anfangen kann sind unsere Chancen von 10% auf 12% gestiegen oder so.

      Rosse sei dank

      ... endlich ist hier Ruhe eingekehrt.

      In den letzten Tagen war Cheffin extrem rossig und Mumpi musste drunter leiden.
      Als ich den Paddock abgeäppelt hatte, vertiefte sie sich richtig in einen frischen Haufen von Mumpi. Ich dachte nur "gleich fällt die um" so vertieft war Cheffin *lach* Leider hatte ich keine Kamera dabei, sonst hätte ich euch die Szene hier gezeigt ^^

      Morgends begrüßt mich nun auf der anderen Seite der Tür das doppelte Lottchen, Mumpi und Cheffin sehen sich ziemlich ähnlich. Sie fressen nebeneinander aus den Eimern und stehen auch zusammen am Heuhaufen.
      Es gibt zwar noch vereinzelt Momente wo Cheffin Mumpi in die Schranken weißt, aber die sind sehr wenig und das Pony zickte sie ja auch immer mal wieder an ^^

      Das Fohlen steht bei Regen nun immer bei Oma Mumpi unterm Baum wo es nicht so nass ist wie bei Mutti - die steht nämlich immer gern im ströhmenden Regen. Gemeinsame Fellpflege ist sowohl zwischen Mumpi und Cheffin, als och bei Mumpi und Lady.

      Lediglich Pony ist ihrer Mutter gegenüber noch etwas zickig, aber die muss ja auch ihr Fohlen beschützen und nach 8 Jahren "Kontaktsperre" glaube ich auch nicht das sie noch wirklich weiß wer da vor ihr steht. Aber sie hält nicht mehr nen geschätzten km Abstand zu Mumpi *lach*

      Ich bin heilfroh das sich soweit alles beruhigt hat. Pony geht es gut und den anderen auch.
      Zwei Wochen haben wir nun schon um und es hat sich noch nichts verschlimmert *schnell auf Holz klopft*

      der Gips ist weg

      Am Freitag Nachmittag (11.6.) war die Ruhe kurzweilig vorbei...

      Mittags merkte ich schon das die launen der Pferde nicht gerade auf sonnig stehen. Als ich Abends heim kam und füttern wollte standen alle auf getrennten Weiden. Papa hatte sie trennen müssen nachdem eine Massenschlägerei beendet wurde.
      Vorwiegend müssen Cheffin und Mumpi sich an die Wolle gegangen sein, denn die beiden haben hier und da ein paar frische Schrammen. Mumpi hat sogar nen Ei an der Brust, von wem das ist weiß ich allerdings nicht - ich bezweifle dass das von Cheffin ist, denn die dreht ihr nie den Rücken zu und geht offensiv nach vorne auf sie los.
      Pony scheuerte sich bei der Aktion den Verband durch und verlor sogar den Gips. Allerdings bemerkte ich das erst am nächsten Morgen.

      Um 8 Uhr früh rief ich dann meinen Tierarzt an und warf ihn auch promt aus dem Bett. Der hat sonst nie frei wenn ich den am WE anrufe, ich konnt ja nicht ahnen das er ausgerechnet an dem Tag frei hat und erst Nachmittags auf ein Turnier muss *lach*
      Das der Verband nun weg wäre sei nicht so schlimm. Da der alte eh zu flach geworden war wollte ich eh dabei gehen und ihn unterpolstern, ich sollte somit nun alles mit Watte aufbauen und neu verbinden.

      Nachdem der neue Verband fertig war kontne Pony auch wieder besser laufen =)

      Es sieht vorne zwar immer noch nciht gut aus, aber es ist meines erachtens nach auch nicht schlimmer geworden - keine Veränderung is besser wie eine Verschlechterung.

      Drei Wochen sind nun schon seit der Diagnose vergangen, noch sieht alles schick aus mit ihr - ich hoffe das es weiterin so bleibt.

      Sobald sie mal wieder steht fange ich mit dem Abmelken an, momentan liegt sie in ihrer frisch gemachten Box und risst ihr Heu ^^

      Sorry für die schlechte Bildqualität, ich hatte nur mein Handy zur Hand.
      Der weiße Strich der quer auf der Sohle zu sehen ist, is das Hufbein...
      Wat nu?

      Wat nu Wat Nu?
      Ich weiß es nicht... Es weiß keiner... Alles was ich mach und versuch läuft am Ende doch zu Scheiße aus. Sorry für die Ausdrucksweise, aber es ist doch nun mal so...

      Aktueles Problem: mein Vater.
      Der kapiert einfach nicht das es bald zuende ist mit dem Pony.

      "wenn eine Kuh nicht mehr gefressen hat musste sie eingeschläfert werden, solange ein Tier noch frisst ist es mit dem Schmerz auch noch nicht schlimm genug. Die frisst doch noch! Wenn die kein Fohlen hätte hätt ich die schon einschläfern lassen!"

      Nur wegen dem Fohlen geht es ihn nun also noch gut genug? Obwohl sie ohne Fohlen mit Sicherheit auch noch grasen würde und Müsli kaut und sowas? Aber ihr würde es ohne Fohlen nicht gut genug gehen um Leben zu dürfen?
      Ich glaube, dass nicht nur ich diese "Logik" nicht verstehe...

      Mein Verstand sagt "lange dauert es nicht mehr", aber mein gefühl "ihr geht es doch noch soweit ganz gut". Es ist eine minimale Gradwanderung zwischen das was ist und das was sein sollte.
      Es wundert mich das mich noch niemand über meine Homepage her als Tierquäler bezeichnet hat - in einem bekannten Pferdeforum steht die Meinung schon fest: gegen mich.
      Klar, ist ja auch niemand in meiner Situation.
      Ich würd wahrscheinlich auch jedem den Vogel zeigen der soetwas versucht durchzuziehen - aber wenn ich auf die Weide gucke, seh ich ein glückliches Pony. Sie ist nicht appart oder liegt die ganze Zeit, horcht auf, läuft selbstständig zum Stall wenn es futter gibt, geht alleine raus und wenn sie mal nicht raus darf macht sie Terror. Es ist alles wie immer - nur ihr Gang nicht...

      Mein Hufschmied war Heute da um bei Oma die Hufe zu machen. Eigentlich war ja mein Pony dran, aber laut Thorsten sollen wir bloß die Finger vom Besclag lassen. Also Eisen vorallem drauf lassen, sonst klappt und die Sohle so weg und sie muss sofort eingeschläfert werden.
      Also weiter unterpolstern damit sie nicht zu flach steht und warten, warten, warten...

      Wohin mit dem Fohlen muss ich mir auch überlegen...
      Da sie bei ihrer Oma nicht mal annähernd versuchte ans Euter zu kommen, ihr aber trotzdem brav hinterher tüddelt, können wir den Stress mit einer Leihstute schon mal vergessen: die Kleine weiß genau wer ihre Mutter ist und wer nicht.
      Dann kam die Idee das Fohlen zu den Hengsten zu bringen, Mira ot mir das Anfangs mal an weil dort andere Fohlen sind und immer jemand vor Ort wäre - die sprang allerdings Heute dann doch gänzlich ab.
      Fohlen auf eine Waisenweide ganz bei Münster geben? Das kostet ne Stange an Geld und is so weit weg...
      Daheim aufziehen? 10mal am Tag tränken schaffen wir hier Zeitlich nicht.
      Auf meinen Vater brauch ich net zählen - der soll mich bloß in Ruhe lassen! Mama geht noch bis mindestens Ende Juli an Krücken, ich bin mindestens 10Std am Tag auf Arbeit... Nachbarschaftshilfe kann ich hier auch nicht erwarten...

      Solangsam frag ich mich ob das wirklich so gut war das ich unbedingt meine "ich will ein Fohlen" Idee in die Tat umgesetzt habe =(

      lange gekämpft und doch verloren...

      Als mein Tierarzt am Montag Abend den 21.6. kurz vorbei schaute um mir neues Schmerzmittel zu bringen, zeigte ich ihm kurz die Stelle an ihrem rechten Vorderhuf wo sie schon so lange dran rum knabbert. Leider hatte er keine Zeit (war auch schon halb Zehn) und wollte am nächsten Morgen vorbei kommen. Einen Verdacht äusserte er aber schon am gleichen Abend und der stand unter keinem guten Stern...

      Am nächsten Morgen kam er dann auch gegen Elf und wir machten uns ans Werk.
      Es war so wie wir es am Vorabend befürchteten: sie fing an Auszuschuhen =(

      SIe leckte und knabberte sich schon ein paar Tage immer an der Innenseite vom Kronenrand, hab mir dabei nicht wirklich etwas gedacht. Mein Hund hatte Atrose und hat sich deswegen immer die Gelenke geknabbert und geleckt, mein Pony hatte auch Schmerzen und ich schob es dann einfach auf die Schmerzen. Ich lag ja auch nicht falsch.

      Morgends als ich in den Stall kam sah ich das sie sich links den Verband runtergezogen hatte - keine ahnung wie, aber er war ab. Dementsprechend lief sie dann auch und ich holte sie erst raus als Lars da war. Das war auch der erste Tag an dem man sah das sie Schmerzen hatte - die Ohren waren seitlich abgestellt und nicht wie sonst nach vorne gerichtet...

      Wir machten auch rechts den Verband ab um uns das alles genau anzuschauen. Der Kronenrand war an beiden Hufen bereits abgesenkt und rechts war ausser der offenen Stelle - an der schon wildes Fleisch austrat - auch schon einige Risse im Kronenrand.

      Ich musste somit eine Entscheidung treffen: am gleichen Abend noch oder am nächsten Morgen. Die vier Wochen "Vorbereitungszeit" waren in dem Moment fürn Arsch um es mal auf den Punkt zu bringen. Man wusste die ganze Zeit das der Tag X bald kommen wird, aber er kam dann trotzdem für mich ziemlich plötzlich. Nach kurzer bedenkzeit entschied ich mir für den gleichen Abend und Pony bekam noch eine ordentliche Ladung Schmerzmittel damit sie den Tag ohne Schmerzen übersteht.

      Mama meinte am frühen Abend das das Pony so gut lief wie noch nie, sie wusste allerdings auch nix von der Spritze.

      Damit wir das Fohlen auch wieder heile in die Box bekommen, rief ich die Vorbesitzer an und bat um Hilfe. Die beiden wollten dann am Abend auch vorbei kommen.

      Ich fuhr dann zur Arbeit...
      "das Einschläfern ansich ist ja gar nicht so schlimm"

      Um halb Neun war ich Zuhause und Ulli und Jörg trudelten wenige Sekunden nach mir ein.

      Wir besprachen kurz wie das jetzt nun ablaufen soll und machten uns dann ans Werk für die Vorbereitungen. Vor der Box befindet sich ein kleiner Vorraum wo normalerweise die Geräte stehen und das Heu liegt. Diesen räumten wir vollständig aus und streuten ihn ein, denn Mumpi sollte dort stehen um dem Fohlen Gesellschaft zu leisten.

      Ich halfterte alle auf und dann began das Warten...

      Lars kam dann um ca. 21:15 glaube ich, ein Zeitgefühl hat man dann nicht mehr.

      Er erkundigte sich wie wir das nun alles machen wollten und packte dann seine benötigten Sachen zusammen.

      Das Fohlen sedierten wir auch ein wenig damit wir sie später leichter in die Box bekommen, dann fingen wir an...

      Zuerst wurde auch mein Pony sediert. Ulli meinte das sie noch nie bei einer Einschläferung dabei gewesen wäre und Lars wollte sie wegschicken. Sie blieb aber bei mir worüber ich mich auch freute. Jörg - der Pony und ihre Mutter und dessen Mutter schon großgezogen hatte - war sichtlich anzumerken das es ihm die Kehle zuschnürte.

      Als alle beiden am schlummern waren erklärte mir Lars nochmal was nun passiert.
      Er setzte dann den Zugang für die Nakose und als er die Nakose setzte nahm er sie mir aus der hand, denn Ponys sollen dabei wie ein Stein zu Boden fallen - was weder schön aussieht noch ungefährlich ist wenn man grad seine hand am Halfter hat.
      Er ließ sie dann kontroliert zu Boden sinken und ließ ein paar Minuten (können och nur Sekunden gewesen sein) verstreichen und wartete bis ich bereit war für den Rest.
      Erst dann setzte er die letzte Spritze.

      Pony atmete noch zwei mal tief ein und aus und dann war alles ruhig...
      Ich finds extrem SCHEIßE das einem Tier die Augen nicht so zufallen wie bei uns Menschen, der Gedanke "sie schläft nur" fällt somit aus...
      Ihr kullerte nach dem letzten Atemzug sogar eine Träne über den Nasenrücken - wir waren also mit unser Trauer nicht alleine...

      Als sie schon eine gewisse Zeit von uns gegangen war machten wir die Hufeisen ab und guckten und das ganze Ausmaß einmal genauer an ohne das es ihr noch weh tun konnte.

      Hinten war weiterhin alles sehr schön und trocken und überhaupt. Vorne fummelte ich zuerst die Gipsplatte runter die sie sich Morgends nicht mit abgezogen hatte. In der Sohle war ein Riss an der von den anderen Hufen bekannten Stelle und wir könnten sie Sohle mit bloßen Fingern abblättern... Rechts sah es dementsprechend noch schlimmer aus...

      Es war alles nur eine Frage von Tagen bis sie nicht mehr hätte aufstehen können und dadurch das sie ja am Morgen das erste Mal überhaupt wirklich Schmerzen auch durch ihre Mimik zeigte war es der richtige Zeitpunkt.
      Wäre Pony nur ein Reitpony und würde nur für mich da sein, hätte ich die Entscheidung wohl schon Pfingsmontag treffen müssen. Aber wegen dem Fohlen hatte sie noch eine sinnvolle Aufgabe und die vier Wochen die sie noch packen sollte damit Lady noch etwas älter werden konnte hat sie klasse gemeistert - ihre zeit war somit gekommen.

      Am Ende meinte Ulli zu mir "das Einschläfern an sich ist ja gar nicht so schlimm" - die Tatsache das einem das geliebte Tier weggenommen wird ist viel schlimmer, bzw trauriger...

      der Tag danach - endgültiger Abschied

      Am 23.6. war dann der letzte Tag "mit" meinem Pony für mich gekommen.

      Morgends ging ich zu ihr auf die Weide wo sie noch unter ihrer Plane lag. Ich wollte noch ein paar Fotos von den Hufen machen, da es dafür am Abend zu dunkel geworden war. Eigentlich wollte ich sie auch schon abdecken damit es schneller geht wenn unser nachbar mit dem Trecker kommt um sie nach vorne an die Auffahrt zu bringen, aber die Plane war stark nach oben gewölbt und ich wollte mir den Anblick nicht antun, somit legte ich nur die Hufe frei und ihre Nase noch mal kurz.

      Weil Mama ja noch auf Krücken geht und Papa grad erst von der Nachtschicht heim kam und geschlafen hatte sollte ich mithelfen beim nach vorne bringen... Das passte mir natürlich mal absolut gar nicht, aber es blieb mir wohl nix anderes übrig.
      Vorher fuhr ich aber noch zur Raiffeisen um die Fohlenmilch abzuholen, dort quasselte ich mich dann noch mit Marion fest. Als ich dann daheim ankam stand der Trecker dann schon auf der Auffahrt und mein Pony lag an der geplanten Stelle - wieder verhüllt. Ich bin somit doch nochmal um den Anblick rumgekommen.

      Der Abdecker war für Mittags bestellt. Ich telefonierte gegen Elf noch kurz mit Mira und sah das Mama über den Hof stiefelte, aber dachte mir nix dabei da ich kein Geräusch hörte. Als ich zuende telefoniert hatte ging ich wieder rein. Drinnen angekommen hörte ich dann wie ein Fahrzeug auf dem Hof wendete, denn dort haben wir einen Teil mit Kies. Als ich aus dem Fenster schaute sah ich nur noch wie unten ein LKW um die Ecke bog und mein Pony lag nicht mehr dort... Ich sah somit den Abdecker nur noch von hinten.

      Ein kleiner unscheinbarer ContainerLKW mit einer Klappe hinten. So auf der Straße würd ich ihn wohl eher der Müllabfuhr Abteilung Sperrmüll zuordnen, allerdings hab ich so einen LKW auch noch nie gesehen vorher.

      Ich telefonierte draußen nur 70m von ihm entfernt und ich hörte absolut nix.

      Die kleine is an sich recht ruhig und wiehert nur gelegentlich oder wenn sie ein Geräusch hört oder wen sieht.
      Die Milch mische ich mit etwas Bananensaft an, somit riecht sie angenehmer und schmeckt auch besser ^^ Bananensaft kennt sie ja auch von ihrem Müsli.

      Sonntag lassen wir sie mit Mumpi zum ersten mal wieder raus auf die Weide, ich hoffe sie bleibt weiterhin so ruhig wie aktuell...