Hortobagy

Etwa 25 Kilometer westlich der Stadt Debrecen erstreckt sich eine Topfebene, etwa 100.000ha große Pusztalandschaft: Hortobagy.

Laut Urkunden fing man bereits 1671 an in der Puszta Pferde zu züchten. Aber erst 1887 begann eine geregelte und nach fortschritlichen Gesichtspunkten ausgewählte Zucht. Es wurde ausschließlich mit Noniusstuten gezüchtet und auf eine exakte und gezielte Paarung geachtet. Leider fiehl das Gestüt dem Krieg ebenfalls zum Opfer und am Ende waren lediglich noch die Stute Ottila und die drei Hengstfohlen Sárkány, Sebes und Sóvár dem Gestüt geblieben.
Nach und nach fand man in Frankreich einzelne Tiere der Zucht und kaufte diese zurück, unteranderem den Hengst Komám. Allmählig konnte man wieder eine gezielte Zucht beginnen.

1956 wurde das Staatsgut Hortobagy gegründet. Man bewirtschaftete eine Fläche von 42.000ha, wovon 12.000ha Ackerland und weitere 4500ha Teiche für die Karpfenzucht waren. Später wurde ein großer Teil der Puszta zum Nationalpark erklärt. 1961 wurde der größte Teils des alten Noniusstammes von Mezöhegyes nach Hortobagy verlegt. Die drei wichtigsten Aufgaben der Zuchtarbeit bestehen aus folgenden Punkten:

1. Die Erhaltung des Noniusstammes in Reinzucht, um dessen wertvolle Erbanlage zu erhalten.

2. Die Paarung geeigneter Noniusstuten mit Vollbluthengsten zur Produktion von Sportpferden.

3. Die Aufzucht und Ausbildung von eigenen und angekauften Hengstfohle für die Landespferdezucht.

Die Zucht- und Jungpferde Herden, welche aus 50-100 Tieren besteht, werden in der offenen Puszta von Hortobagy von den Csikos begleitet. Ein Csikos kennt alle seine Schützlinge mit Namen, Alter, Abstammung und den wichtigsten Charackterzügen.

(Stand 31.01.2016)

 

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